«Bleistift, Bytes und Bau» – Potenzial modellbasierter Bauprozesse

 

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Am Mittwoch, 16. September 2009, fand eine erste Veranstaltung von buildingSMART Schweiz vor rund 60 Teilnehmenden an der ETH statt .

Ziel der Veranstaltung war es, die an einem  modellbasierten und digital unterstützten Ansatz für die Optimierung der Planungs-, Ausführungs-, und Bewirtschaftungsprozesse im Bauwesen interessierten Fachleute im Sinne eines professionellen Netzwerks zu versammeln und einen Einblick in die digitale Baupraxis aus erster Hand zu vermitteln.

Seit Mitte 2009 hat die buildingSMART-Initiative einen Schweizer Ableger. Ziel der Vereinigung ist es, den modellbasierten und digital unterstützten Ansatz für die Optimierung der Planungs-, Ausführungs- und Bewirtschaftungsprozesse im Schweizer Bauwesen stärker zu etablieren. Angeknüpft wird an die beiden offenen Standards für Datenaustausch im Bauwesen, die Industry Foundation Classes IFC für Gebäudemodelle sowie die von CRB entwickelte Schnittstelle SIA451XML für die Bau- bzw. Leistungsbeschreibung.

 

Programmübersicht  der Veranstaltung vom 16. September

  • buildingSMARTSchweiz
  • Digitale Gebäudemodelle eröffnen neue Leistungsdimensionen im Planungs-, Bau- und Nutzungsprozess, Prof. Manfred Breit, FH Windisch
  • Pilot- und Referenzprojekte: beispielhafte BIM-Anwendungen aus der Sicht von Eigentümern, Unternehmern und Planern, mit Patrick Suter, Erne AG Holzbau; Markus Fässler, Tuchschmidt AG Stahlbau; Peter Scherer, Amstein + Walthert AG; Daniel Wentzlaff, Architekt, Basel
  • Information zum Studienwettbewerb BIM von buildingSMART Schweiz

Nach einer Einführung von Manfred Breit, Professor am Institut 4D-Technologies an der Fachhochschule Nordwestschweiz, der sich zu den neuen Leistungsdimensionen von digitalen Gebäudemodelle im Planungs-, Bau- und Nutzungsprozess im Bauwesen äusserte, haben verschiedene Referenten ihre BIM-Pilotprojekte (Building Information Modelling) aus der Sicht von Eigentümern, Unternehmern und Planern vorgestellt, u.a. Patrick Suter, Erne AG Holzbau; Markus Fässler, Tuchschmid AG Stahlbau; Peter Scherer, Amstein + Walthert AG und Daniel Wentzlaff, Architekt Basel.

 buildingSMART Schweiz kündigt auf Frühjahr 2010 die Lancierung eines Studienwettbewerbs BIM für Studierende an Schweizer Fachhochschulen und Universitäten an.

Die Informationen und Referate sind auf buildingSMART.ch zu finden, weitere themenbezogene Beiträge von Manfred Breit, Professor an der Hochschule für Technik in Windisch, und Ludger Hovestadt, Professor für CAAD an der ETH Zürich, auf blog.crb.ch.

Die buildingSMART-Initiative in der Schweiz knüpft an die offenen Standards für den Datenaustausch im Bauwesen an, die Industry Foundation Classes IFC der IAI für Gebäudemodelle und die von der Schweizerischen Zentralstelle für Baurationalisierung CRB entwickelte Schnittstelle SIA451XML. Das daraus resultierende «intelligente» Datenmodell beschreibt die Summe aller Informationen zu Planungsobjekten und ist vom Architekten über den Planer bis hin zum Realisierenden durchgängig. Wichtige Organisationen wie CRB, Verbände wie die IFMA und die Hochschulen unterstützen diese Bewegung, die Rationalisierung und Effizienzsteigung in der Planung, Realisierung und Bewirtschaftung baulicher Anlagen zum Ziel hat

 

 

Ihre Meinung interessiert uns!

 

  • Was erwarten Sie von buildingSMART Schweiz?
  • Welche Erfahrungen haben Sie mit modellbasierten Prozessen?
  • Wie haben Sie das Programm gefunden?
  • Mit welchen Referenten möchten Sie weiterdiskutieren?
  • Was hat gefallen, was nicht?
  • Welches Thema sollte vertiefter angegangen werden?

One Response to “«Bleistift, Bytes und Bau» – Potenzial modellbasierter Bauprozesse”

  1. Patrick Stähler Says:

    Danke für die Veranstaltung gestern. Sie hat gut gezeigt, was heute möglich ist und was noch zu erwarten ist. Wir sind wirklich erst am Anfang.

    Auffällig war, dass die Architekten die Tools verwendet haben, um Gebäude und Werke zu bauen, die vorher nicht möglich waren. Das ist zwar löblich in der Gestaltung, aber für uns alle wird es dann spannend, wenn ganz normale Gebäude mit einer guten architektonischen Qualität deutlich preiswerter gebaut werden können als heute ohne dass wir Abstriche an der langfristigen Qualität machen müssen. Interessant waren auch die Vorträge von den Holz- und Metallbauern, da beide ihre hohe Effizienz in der Erstellung durch ihre hohe Fertigungstiefe erklärt haben. Anfangs wird dies wohl so sein und insbesondere die Nassbauer werden damit ihre Probleme haben, langfristig werden wir aber wieder eine höhere Arbeitsteilung sehen.

    Themen die noch kommen müssen, wären die automatische Berechnung der grauen Energie und Simulation verschiedener Energieversorgungsszenarien.

    Freu mich auf weitere Veranstaltungen!

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