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Experten an der Fachtagung
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Wie kommuniziert eigentlich der moderne Mensch? Per E-Mail? Vielleicht. Wer jedoch mit mehreren Personen parallel in Kontakt treten möchte, der bloggt und twittert. So kommunizieren alle gleichzeitig mit allen. Im Kontext dieses Phänomens wurde an der Fachtagung vom 15. Mai 2009 über CRB Online diskutiert.
Internet, Facebook und Blogs
Der Wirtschaftsinformatiker Jürg Stuker, CEO der namics AG, zeigte an der Fachtagung auf, welchen Einfluss die neuen Medien wie Internet, Facebook oder Blogs auf die Kommunikation haben. Heute kann jeder mitreden und die Rolle des Autors vermischt sich zusehends mit derjenigen des Anwenders. Dr. Peter Hogenkamp, Gründer und CEO der Blogwerk AG, thematisierte den Nutzen und die Gefahren durch neue Medien wie das Web 2.0. Der Einsatz von Blogs zur Wissensbeschaffung und für PR-Aktivitäten findet heute nicht nur in der Privatwirtschaft, sondern auch in der Politik statt. Der Architekt Mark Michaeli vom Institut für Städtebau der ETH Zürich sprach über die Zusammenarbeit von Spezialisten und Generalisten, wobei er eine Tendenz in Richtung Spezialisierung feststellte. In CRB Online sieht er ein geeignetes Medium für den modernen Wissensaustausch unter Spezialisten.
Building Information Modeling BIM
Ein weiteres Thema war der umfassende Datenaustausch mit BIM (Building Information Modeling), das von Dr. Thomas Liebich vorgestellt wurde. Bauprojekte werden dabei in einem dreidimensionalen Datenmodell (CAD) gezeichnet und mit Zusatzinformationen versehen. In Norwegen sind BIM und IFC (Industry Foundation Classes, ein vergleichbares Austauschformat) bereits etablierte Standards. Johansen Geir von Norconsult Information Systems berichtete über die Akzeptanz im norwegischen Markt. Hier sollen schon 2010 sämtliche Bauprojekte auf diese Art erfasst und ausgetauscht werden. Arno Schlüter und Marcel Brülisauer vom Institut für Hochbautechnik der ETH Zürich präsentierten Werkzeuge, die eine Analyse und Simulation energetischer Massnahmen eines Gebäudes ermöglichen und bereits in frühen Phasen der Planung die Auswirkungen auf die Kosten aufzeigen. Bei der Entwicklung dieser Instrumente und der Analyse der Kosten stützen sie sich auf die Struktur des elementorientierten eBKP-H.
Der Markt bestimmt mit
Prof. Dr. Ludger Hovestadt, Professor für CAAD an der ETH Zürich, machte zum Abschluss einen Ausblick auf die künftige CRB Online-Ära. Die Schweizer Bauindustrie wird in Zukunft mitentscheiden, wo es langgeht. Jeder einzelne Bauschaffende ist zur Mitgestaltung und einem kreativen Umgang mit den Daten aufgerufen. Die mit CRB Online verfügbare Technik kann sehr viel. Zum Start werden die bewährten Standards und auch neue Arbeitsmittel in Verbindung mit flexiblen Lizenzen und Nutzungsmöglichkeiten angeboten. Das Tempo der Weiterentwicklung hängt weitgehend von der Art der Nutzung ab. Die anschliessende Podiumsdiskussion wurde von der Chefredaktorin des TEC21, Judit Solt, moderiert. Angesprochen wurden z.B. das klassische Rollenverständnis der am Bau Beteiligten und die Auswirkung der neuen Medien auf die Standardisierung.
Resultate der Softwarepartner
Zeitgleich mit CRB haben rund 20 Entwicklungspartner die Anwenderprogramme entwickelt, die den direkten Bezug der aktuellen Daten bei CRB ermöglichen. Die neuen Applikationen und ihre Möglichkeiten hinsichtlich einer durchgängigen Kostenplanung auf der Basis des Baukostenplans Hochbau eBKP-H wurden an der Fachtagung von einigen Entwicklungspartnern vorgestellt. An der anschliessenden Plenumsdiskussion wurden Fragen beantwortet und die Vorteile aus dem neuen Online-Angebot für die unterschiedlichen Benutzer im Arbeits- und Planungsprozess diskutiert.
