Kostenplanung: Studenten den Profis eine Nasenlänge voraus

Von Manfred Huber, dipl. Architekt ETH SIA, er doziert an der Fachhochschule Lichtenstein das Wahlpflichtfach Bau- und Planungsprozess

Manfred Huber, dipl. Architekt ETH SIA

Bereits während der Entstehungsphase des neuen Baukostenplans Hochbau eBKP-H habe ich einen Testlauf mit den Studenten gestartet.

Sie wurden sozusagen ins kalte Wasser geworfen und erhielten die Aufgabe, eine Kostenermittlung für ein Einfamilienhaus zu erstellen.

Aus Erfahrung weiss ich, dass hier zunächst sehr viele Verständnisprobleme auftreten und der Erklärungsbedarf hoch ist. Wir hatten aber nicht viel Zeit für diese Übung, alles musste während des Semesters erarbeitet werden. Durch die bauteilorientierte Gliederung des eBKP-H haben sie sofort begriffen, um was es geht. Via Beispielprojekt «Haus im Forst» konnten die Kennwerte in Bezug auf ihr Projekt plausibilisiert werden. Einerseits ermöglichte dies einen super schnellen Einstieg in die Materie, andererseits hatten die Studenten aber auch im Umgang mit CAD-Programmen einen weiteren Durchbruch. Schnell war klar, dass es neben den schönen Renderings auch noch einen weiteren genialen Output, nämlich den Massenauszug gibt. Dieser führte dann wiederum in Kombination mit dem neuen eBKP-H sehr rasch zu einer stichhaltigen Kostenermittlung. Zurück in ihren Büros, die meisten Studenten sammeln nebenher Praxiserfahrung, waren alle sehr erstaunt, dass ihre Chefs keine Ahnung hatten, wie schnell, einfach und sicher auf diese Art eine fundierte Kostenermittlung entsteht.

Für mich stellt der neue eBKP-H eine wesentliche Erleichterung dar, weil er einfach und logisch aufgebaut ist und in diesem Sinn hat er auch einen gewissen Beschleunigungseffekt, was die Lehre in punkto Baukostenermittlung anbelangt.

Manfred Huber doziert an der Fachhochschule Lichtenstein das Wahlpflichtfach Bau- und Planungsprozess.

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