Lebenshilfe für die angehende Architekturelite
Das bei uns bereits erfolgreich eingeführte und mittlerweile etablierte CRB-Handbuch soll nun in der italienischen Fassung das Tessin erobern. Tiziano Vanoni, verantwortlich für die Übersetzung und ausserdem Dozent für Projektmanagement und Konstruktion an der Scuola Universitaria Professionale di Trevano (SUPSI), hat nicht nur ein Lehrmittel für den eigenen Hausgebrauch übersetzt: künftig werden auch die Studenten der Accademia di Architettura in Mendrisio mit dem Basis-Wissen zu den CRB-Standards vertraut gemacht. Zudem überlegt man an beiden Instituten Kurse für die Weiterbildung der Baubranche anzubieten.
Ein erstes Treffen mit Matthias Neuenschwander (links im Bild), Professor für Projektmanagement in Mendrisio, seinem Assistenten Donato Anchora (rechts), CRB und Tiziano Vanoni (Mitte) fand anfangs Februar statt. Damit alle vom Angebot der CRB-Schulung profitieren können, ist der Austausch der Dozenten untereinander besonders wichtig. So konnten auch hier im Verlauf des Gesprächs wertvolle Erkenntnisse gewonnen werden, obwohl die Unterschiede in der Ausrichtung beider Lehranstalten grösser nicht sein könnten. Während an der SUPSI der praktische Bezug zur späteren Berufswelt gross geschrieben wird, hat an der Accademia in Mendrisio die künstlerische Arbeit im Atelier oberste Priorität und geniesst deshalb auch eine einzigartige Stellung in der Schweiz. Das CRB-Handbuch ist dort ein willkommenes Lehrmittel, da es einen raschen Überblick bietet, die wesentlichen Grundlagen vermittelt und hinsichtlich der CRB-Arbeitsmittel und des Themas Kostenplanung auch als Nachschlagewerk funktioniert. Für Matthias Neuenschwander ist Letzteres vor allem wichtig, er sieht seine Arbeit im Kurs Projektmanagement denn auch eher als eine Art Lebenshilfe, die seine Studenten einerseits befähigen soll Kenntnisse in Bezug auf korrekte Begriffe zu erwerben und andererseits zu wissen, wo was nachgeschlagen werden kann.
Er sagt:
Es geht mir in erster Linie darum verschiedene Wege zu zeigen, wie Methoden angewendet werden können und damit die Studenten für die Kostenplanung zu sensibilisieren. Mein Ziel ist es aber vor allem, ihre Selbsteinschätzung zu stärken, damit sie wissen, wo die eigenen Stärken liegen und wo es besser ist, Hilfe zu holen.

